Donnerstag, 9. April 2009

gevatter von und zu

ich habe gerade getraeumt wie mein vater stirbt. das passiert mir entschieden zu haeufig, wie mir todesahnungen usw eine entschieden viel zu große flaeche in meiner gedankenlandschaft einnehmen. tod beendet das leben, aber der hat da nicht staendig mittenzwischendrin hineinzupfuschen.

Mittwoch, 8. April 2009

tag der versehrten

rund um s, ubhf friedrichstraße habe ich heute binnen einer halben stunde die ueberdurchschnittlich hohe anzahl von 5 leuten mit kruecken gezaehlt, darunter eine geschaeftsfrau mit zerlegtem knie. jetzt sitzt ein geschienter unterarm hier in der stabi und ich frage mich, ob der sulz nicht seinem namen wieder alle ehre gemacht hat oder die die 3 goldenen regeln des wintersports nicht kannten:

1. skipass nicht verlieren
2. nicht verletzen
3. eincremen

Mittwoch, 25. März 2009

man-made mountain

kaliberg_werra

Dienstag, 24. März 2009

eigentlich irgend man aber vielleicht

wer das drehbuch schreibt, fragst du mich und ich lache, lache unter der laterne, die kaum vor zwei monaten noch als papierflieger in das esszimmer surrealistischer unvernunft geflogen kam und uns nichts weiter entlockte als ein kopfschuetteln ob solch filmischer unaesthetik.

nun froren wir selbst zwischen kastanienbaum und wasserspielen, kitsch und maerchen in deinem kopf und kaelte in deinen augen: wir hatten sie verloren. wir sollten suchen, schlugst du vor, nur um irgendetwas zu sagen, und wir scheuten doch die steilere treppe, schoben unsere raeder bergan, um im rathaus um rat zu fragen.

ladenschluss wars und im gleisbett gleißten die schottersteine. dies haette ihr preis sein koennen, schoss es mir durch den kopf, wie du die unterfuehrung zu mir herauf nahmst. du haettest dich zu jedem beliebigen stellen koennen, und doch kamst du zu mir zurueck. hoeflichkeit, gastfreundschaft auf einem bahnhof einer stadt, die an anderen tagen ausgestorben ist, deinen worten nach.

trennschaerfe

auf der burg verdunkelte sich die sonne ueber dem kreuzweg, dessen einer abzweig in die drachenschlucht fuehrte. wer der drache sei, fragtest du und wehrtest dich im selben atemzug gegen die rhetorik, da die unvorsichtigen worte aus deinem rachen entfleucht waren. drachen speien feuer; drachen haben gruene augen; drachen kriechen in nieschen und bringen tod und verderben ueber jene, die vor ihrem fauchen nicht fliehen.

die picknickdecke ein zerknitterter bogen der hiesigen zeitung, auf dem sie exterroristen vorzeitig aus der haft entließen. die blume ein aloeaehnlicher ableger aus dem nachlass der eingeschlafenen großmutter, das mahl stulle, banane und kuesschen; die kinderschokolade sparten wir auf bis hinter der drachenschlucht.

gemuetlich, nanntest du die klammen waende und krochst in die sonne. moos schimmerte und uralte wurzeln bahnten uns eine treppe durch das rutschige laub. wir wippten: hohe sonne gegen wilde sau, sie hatten fuer alles gesorgt, ein tag wie im richtigen leben.

genießen wolltest du ihn als urlaubstag, und stelltest deinen flaum in die hoehenluft. dein umfeld strahlte die haerte auf dich zurueck, die du dort angelegt hattest, sicher war sicher, denn bei meinem bloßen anblick brachen die daemme, verlor sich das, was du als harten kurs programmiert hattest, in den augenpartien, wo mit etwas glueck einmal die fueße lachender kraehen nisten werden.

auf einem guten weg moechtest du sein. wer moechte das nicht? der richtige jedenfalls ist steil, wendet sich stets gegen die falllinie alles unbequemen und fuehrt nicht weg von den schmerzen, sondern hin zu dir. verzeih, wenn ich ihn vorauseilte ohne dich, aber es zog mich zu dir. du zogst mich, auch wenn du den grund nicht kennst, und auch wenn sie das muelltonnenwasser unter die schmerzgrenze kuehlen, schwitzen wir aneinander wie die tiere.

mein zug faehrt aus und du haeltst dein gesicht, als muesstest du es nun wieder verbergen vor der welt, mein phantomschmerz an dir und die frage, ob du diese rolle verdienst: der da oben, zeigst du mit dem finger, der schreibt das drehbuch fuer uns.

Mittwoch, 18. März 2009

zu zeiten

faellt es mir schwer, das hier als meine platform zu fuehren und nicht zu einem sprachrohr fuer unausgesprochene dinge mit leuten verkommen zu lassen, mit denen dinge oefter mal unausgesprochen bleiben. nicht sprachrohr, weil ich ihnen botschaften hinterließe, sondern weil sie danach suchen.

wenn etwas hier landet, dann geb ich mir muehe, dass es mein ungeschminktes inneres verkoerpert und nichts weiter. es kostet mich oft ueberwindung, gefuehle hier zu beschreiben, und genau deswegen fuehre ich diesen blog: um mit mir nach außen zu gehen, mich mitzuteilen und nicht dem bundesdeutsch verfaulten kompromiss von halbwahr unausgegorenen dochnichtsogemeintheiten aufzusitzen, wenn es um mein inneres geht.

ich nehme diesen blog und mich darin ernst. wer ihn liest, tut das ebenfalls.

Montag, 16. März 2009

Killing time before the Hurricane

Yes, I am the inescapable, the irresistable,
The unnegotiable, the unchallenged [who that?]
I am time
I scroll in measurements, control the elements,
I hold the evidence, I tell the story [say what?]
I am time
I know no prejudice, I bare no sentiments
For wealth or settlement, I move forward [who you?]
I am time
You can’t recover me, conceal or smuggle me,
Retreat or run from me, crawl up or under me,
You can’t do much for me besides serve
Me well and have good dividends returned to you
Or attempt to kill me off and have me murder you
Many have wasted me but now they are facing me,
Treated me unfaithfully and now endure me painfully
Plaintively, I wait to see what history will shape to be,
Who’s hearts will never die inside the sake of me
Angel’s scribe the page for me,
Keep a full account of all the names for me
And make a special mark for hurricane who waited patiently

Freitag, 13. März 2009

faber at last

m is here and again it strikes me how deeply this friendship is built into us: though we haven't met for three, haven't written for two and a half years, it feels as we're just carrying on where we parted on koh tao beach, like no time has passed ever since.

among all that i know, m is one of the persons who compromise least on what they are feeling, marvelling at whatsoever comes to her precious mind. she just can't go over these creepy little emotion beasts chasing each other within her head, she loves each one of them alike.

the way she talks, soothingly slow, interrupting sentences to let their endings pour into her head; how she grabs her lower lip with her childish front teeth in the meanwhile, curiously letting her pale green eyes wander around the room; how her fingers clutch, her body winds, her eyebrows jump with sincerity, to get a point across, which in this moment is the one and only thing that matters to her in the world: her point.

constantly she's going for moods, soaking up every slightest nuance of what's bothering people around, which thoughts underly the constructions she's faced with, the transport she uses, the places she sees. with senses so sharp they cut through the slightest wrap around reality, m goes for the truth, and nothing but that.

unspoken remain most of her thoughts, and only the vivid lines on her face tell there's thinking going on, which will burst into conversation soon.

we went to this "east of eden" bookstore, which i can really recommend. tourists see the sights, we look at books to understand the world we are living in. i bought m a translated copy of homo faber, which she still hasn't read. it is the key piece of writing to how i felt travelling next to her in spain: old, wasted, over the rim of the saucer hosting those who compete for whatever their environment defines as success. i was twenty-two back then and couldn't stop racing, runaway, that i was.

still i can't stop and still i don't know where i'm going to. if the path is the goal, as they say, mine is growing, tangling, never arriving at a stable and functioning human interface.

still m is sleeping till long after noon, moans in her dreams and insists on her sacred resting hours.

we stomped through the iron faces of the memory void. the jewish museum around us had turned silent and it felt as we were the only ones left, sending solemn kling klangs up the concrete walls. m fell silent for a while after that. she had drawn me with kids' crayons among the exhibits, together we had watched this 1926 cartoon "alice and the fire fighters", climbed up the plastic pomegranate tree and placed our wishes.

though she's an atheist, m's roots are jewish and she identifies a great deal with jewish life. she's growing twenty-two and feels responsible to talk back to her people what she has learned from them. on that i must admit i never get down to an actual point, while she has just written fifty pages on israel exporting surveillance and repression technology it first tested on the palestinian minority.

yesterday night we took two and a half hours to whisper in the candlelit kitchen. words flowed like silver creeks under the full moon and i told her again how badly i was in love with her when we travelled, how i had to accept her allowing no one closer than a certain range of shell around her self.

"maybe we were just meant to be friends?", she smiled. i wouldn't take that and she burst out laughing.

if you love a thing, let it go; if it comes back to you, it belongs to you forever.

that must be how it is, i believe.

memory void

memoryvoid_1 memoryvoid_2

Montag, 9. März 2009

dritte hirnhaelfte

jawoll, sie ist angeschlossen: ibm x31, 1600megarabatz und 160gigawindungen. wer denkt denn heute noch selbst?

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