Mittwoch, 9. Juli 2008

ich sollte lernen.

stattdessen geistern mir drei, respektive fuenf herren durch den kopf, das ist immer so, wenn ich mich wegsperre, dann denkt der kopf an freie momente, fusion oft. da gabs vor zwei jahren eine show, bei der jeder einpisste, der nicht vorher auf klo war, jede wette.

schon der soundcheck: man stelle sich drei grinsende ergraute vor, die ueber die kahle buehne wuseln und sich HERR SCHUTZMANN SCHUTZ MANN MANN SCHUTZ DEN HERR SCHUTZMANN SCHUTZ! SCHUTZ! MANN! SCHUTZ! uswusf zurufen, als waeren sie in der gummizelle.

dann die show: ein zentimeterdick behornbrillter opi-anzugtraeger zerrt eine zinkwanne auf raedern herein, darin ein fett verbloedeter rentner, dem der hinterherlaufende diener rentnergigolo saure gurken ins maul stopft und schlagsahne bis zum ueberquellen hinterhersprueht. der ziehende zitiert irgendwas klassenkampfliteratur, der schluckende wuergt, der fuetternde grinst vornehm. dann stehen sie mir nix dir nix auf und singen ein zynisches lied.

dabei geben sie sich so unglaublich ekelhaft, dass man gar nicht weiß ob nun lachen oder heulen. sie kultivieren den bad taste so gruendlich, dass man kotzen will, und dann, wieder ein froehliches lied. sie fummeln an ihren dicken leibern rum, reiben und lecken und kuessen und bewahren sich doch immer den charme ergrauter lustmolche. in manchen szenen versagt gar ihre ausgezeichnete theaterausbildung und sie muessen hemmungslos grinsen ueber den scheiß, den sie gerade fabrizieren. da liegt das publikum aber eh schon am boden. und wenn mans nicht mehr aushaelt, laesst der dicke seinen bauch schwabbeln und rapt dabei. oder zitiert irgendwas weltbewegendes. und schaut, als habe man ihm gerade haemorrhoiden diagnostiziert.

all das soll die gesellschaft parodieren und mit klugen worten aus der detutschen neobiedermeiernot helfen.

seit 20 jahren dallern die jetzt schon so rum und kassieren preise ueber preise. weiß gott, wenn wer ein selbsterfuelltes leben hat, dann diese kerle. nix lassen die ganz, wenns ans verhunzen von fuer einigermaßen verbindlich gehaltenen regeln menschlichen zusammenseins geht. alles mit einem schildkroetenhaften phlegma, das nur dann und wann von kristallscharfen geistesblitzen zerschnitten wird.

ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, seitdem nochmal solche bauchschmerzen vom lachen bekommen zu haben. ich wurde ueberrollt von einem unschuldigen rentnertrio namens

THEATRE DU PAIN!

auch erhaeltlich im oekonomischeren, nicht weniger idiotischen fuenferpack...

oder mit ihren eigenen worten: SEEZUNGE IN FLACHFETT GESPREIZT!

Dienstag, 8. Juli 2008

wer haette gedacht, dass heute so ein schoener tag sein wuerde?

ich fuehl mich richtig gut...

Montag, 7. Juli 2008

sex

ich moechte mich einen etwas ausgiebigeren beitrag lang mit sex in meiner wahrnehmung auseinandersetzen. falls ich kompromittierend klinge, das ist nicht meine absicht.

zuerst mal habe ich kein besonders inniges verstaendnis von sex und sex war in meinem leben bisher nur eine randerscheinung.

ich glaube, ich habe sex frueh mit gewalt als strafe assoziiert und mit der auffassung leben gelernt, kein recht auf sex zu haben. damit auf zwischenmenschliche naehe, und was so zu sex fuehrt.

sieht man sex als motivation oder gesellschaftliche belohnung, waere damit zumindest mein seit einiger zeit antriebloses herumschlingern in den bewertungsrastern der wichtigen welt erklaert. nicht zuletzt behaupten wissenschaftler, bis 95 prozent unseres handelns seien sex-driven.

eine aufgabe fuer mich ist also, mich wieder auf diese belohnungsmechanismen einzulassen. von denen war ich schon sehr weit weg.

sex gesellschaftlich zu diskutieren ist eine sache, mit der man tage, seiten, monate und buecher zubringen kann. etwas anderes ist wohl das persoenliche erleben von sex. vielleicht eruebrigt letzteres ersteres, wenn es angenehm.

erfuellender sex mit anderen erfordert glaube ich selbigen mit sich selbst. wie man dinge erst teilen oder zu etwas beitragen kann, denen man sich sicher ist. identitaet.

machmal frage ich mich, ob ich homosexuell bin und nur zu bloed, um es zu merken. schauen schwule auch frauen hinterher?

mich annehmen und mit in mir wohlfuehlen. und das in eine beziehung tragen. hohe schule der erotik, wahrscheinlich.

sex als ressource, ein fakt. zugangsbeschraenkung nach definierten kriterien, laengst nicht nur im kommerziellen gewerbe, sondern weit ueber den wohlfuehlfaktor hinaus. es wird hoch gepokert um so einige schwarze peter, nehme ich an. diese sichtweise abzulegen und seinen sex verantwortungsbewusst und nach verlangen zu teilen, eine lebensaufgabe.

sex und aufklaerung. aufsicht, fremdbestimmung, strafe, gewalt; fuer einige spiel und nervenkitzel, fuer andere traurige realitaet. das abzulegen. und wo man hier standards setzt. und wie. und wo man wem schutz bietet. und wie. am besten sich selbst.

was pervers sei. wo die sphaere eines partners verletzt wird. warum ersie sie verletzen laesst.

schoenheit , segen und fluch ihres wertes und tausend jahre arbeit fuer philosophen und co. fuer mich strahlt schoenheit aus einem menschen. sie drueckt meiner meinung nach aufrichtigkeit aus und gar nicht immer sorglosigkeit.

kommunikation. sex ist vielleicht die hoechste form der koerpersprache, mit allen sinnen. wie man sie lernt, entwickelt, versteht. zuhoeren.

analphabetismus, vulgaersprache auch hier. und schweigegeluebte. wie menschen das koennen, auf ihren sex verzichten. ihn gleichsam zu achten und doch fuer eine ueberzeugung, die funktion einer gruppe, nicht wahrzunehmen.

welchen stellenwert ich sex beimessen moechte. wieviel dem reinen akt, wieviel dem konzept, der idee, dem gefuehl, begehrenswert zu sein. driving force. selbstwert.

dann der hormonelle druck. leidensdruck. frust, aggressionen. konzentrationsdefizite. bizarre traeume, staendiger stoerfaktor. haltlosigkeit, gewaltphantasien. man kann auf der apokalypse surfen wie auf einer guten welle. sie rollt doch wieder aus, leise weht das gras. man soll mit diesem gefuehl spielen koennen, sich darin wohlfuehlen.

therapie, prostitution, sex auf rezept? einbettung von sex in die zwischenmenschlichkeit, fkt, nichtfkt. und findige charitéler taufen die beziehungsfoerdernde fkt. von sex syndiastik und verdienen sich mit gleichnamiger therapie ne goldene nase. in 6 schritten zum spontanen vollen koitus, sagt dieses werk just neben mir. besonders schoen die bastelbogenfarbtafeln zur geschlechtsumwandlung, ich hab mich schon immer gefragt, woraus da was geschnibbelt wird.

ich bin verwirrt. wer will eigentlich was bei sex? attraktivitaet, du den koerper, ich den status, emanzipation minus tausend millionen; luegen und belogen werden wollen, etc. der zuschlag geht einfach an die beste show.

gesellschaft vs. persoenlichkeit, muss man zufriedenheit wirklich so hoch ansiedeln? was muss man ueberhaupt hoch ansiedeln? goldener mittelweg? und wolang, zur hoelle?

dann die ewig prueden moralapostel, die die monogamieflagge schwenken, hinter sich schon die ehernen ketten im feuer.

ich haette einfach lust auf richtig viele partnerInnen, glaube ich. unter vorrauss. hygiene, versteht sich.

halten wir fest, dass ich bisher nicht in der lage war, mich mit einem befriedigenden maß an sex zu versorgen, und sich daraus viele negative gedanken ergeben haben.

mal sehen, was sich demnaechst ergibt.

hier noch die vertonbildlichung guten sex' aus dem vielleicht besten film der welt: ich hab den schnipsel vorgestern in der buecherei geschaut, ohne ton. und musste wieder heulen...

Donnerstag, 3. Juli 2008

es ist zu heiß

zum draußen sitzen mittag essen schlafen denken lieben spielen bewegen lernen fahrrad fahren schatten sitzen schwimmen aergern freuen lachen heulen niesen schwitzen nase putzen umschauen vorsehen links rechts links schauen blinzeln runzeln schmunzeln sprechen qatschen tratschen latschen matschen sonnen liegen sitzen stehen trinken gehen.

nur in der bibliothek herrschen minus 1000 grad.

und ich habe ein schwarzes hemd an.

heute morgens ohrwurm: °oo0ooo000ooo000`(^|^)´ mit vollgas im auftrag des herrn, naene-naene-nae nae nae nae...

Mittwoch, 2. Juli 2008

2 schoene neue deutsche verben

sind vereinlosen und verwahrsamen. und ich frag mich, wieso mein kopf permanent wortspiele spielt, wenn ich nix zu tun habe. heute wieder:

aend afftoeaere, (verschaufpause)... , die franzoesische version von and after, ... das ist krass. das kriegen die nicht hin. eine weltsprache scheitert an 2 englischen worten, genauer an after. kriegen die mit ihrem après nicht ueberein, das braucht soviel rechenleistung, after ueberhaupt falsch auszusprechen, da laufen denen die windungen heiß, da matscht das phonetikzentrum, als wuerde es gegen den schaedelknochen zentrifugiert und verweigert erstmal fuer einige sekunden jedweitere lautbarung schlecht anglizierten gedankengutes. selbst die, die ein jahr in den staaten waren: das aeftoere, das macht sie schwach. arme franzacken.

manchmal wuenschte ich, mein kopf wuerde sein maul halten und etwas sinnvolles tun.

Montag, 30. Juni 2008

i see a red door and i want to paint it - red!

der onkel hat am freitag sein erdmoebel bezogen, die trauerfeier war, entgegen ihrem anlass, sehr schoen. als ich ihn das letzte mal besuchte, zeigte er mir gar den ort, wo sie stattfand, als einen seiner lieblinge. so bleibt die kirche im dorf. der pfarrer, ein baerbeißiger trotzkopf, wohl lutterfan, sprach ungeschminkt und ziemlich offen. zum tod des onkels koennte man noch einiges an hirnschmalz verbraten, wie es die mutter tut. man kann es aber auch lassen.

dawegen draengte mich folgenden morgens grauer himmel zur umsetzung laengst gefassten entschlusses: fusion_logo !

bin ein stueck mit dem rechliner buergermeister getrampt, der mir erzaehlt hat, wie er das festival aufnimmt: sein vater hat immer genoelt, wenn er stones hoerte, da schwor er sich: sowas kommt mir niemals ueber die lippen! und ich soll mal eule von ihm grueßen. cooler typ.

seit dem ersten streich war es die groeßte schoenste friedlichste entspannteste fusion, die ich erlebt habe. bin ohne eintritt rein und hab das geld verfuttert, lecker. und feuchte augen gekriegt an der dubstation, die sich diesmal mit schlanken birkenstaemmen herausgeputzt hat.

das maedchen mit den krassen augen war da, sie heißt o und haengt in der internationalen goa waldschrat szene, haett ich mir denken koennen. 2 tage hat sie es ausgehalten in berlin, dann ab nach spanien. aber gut zu sehen, wie ernuechternd ihr leben draußen aussieht, das schien in der M10 noch so elfenhaft... so heizt sie ueber alle festivals und verkauft goaguertel, bis alle festivals gleich aussehen und lernt keine leute kennen, die sie nicht eh schon kannte. wie fad.

mir kam das gleichnis, dass eine beziehung mit ihr vergleichbar waere mit dem versuch, den wind in flaschen abzufuellen. schoenen dank.

drogen gab es auch wieder und eine nackte hippybraut, die sich von den rotkreuzlern nicht einfangen lassen wollte: sie brachte eine fleischmuetze von ersthelfer an den rand seiner samaritaeren toleranzgrenze, als sie ihn schlug und beschimpfte und wegrannte, um platt auf den ruecken zu fallen, wieder ekstase usw. der arme kerl war in den grundfesten seiner maennlichkeit provoziert und wollte ihr gleichzeitig helfen. ich meine, man braucht nicht nach sonnenschein fragen, wenn spaeter irgendwo zwischen den zelten ein nacktes bewusstloses hippymaedchen liegt? aber das ist fusion. wie die berliner hedonisten, die an der seebuehne in 5 minuten 20 flaschen sekt verduschen.

sonnenschein hatte es aber dann auch zur genuege. und acts, die einem die schuhe ausziehen, obwohl ich nur die haelfte mitgekriegt habe:

panteon rococo.

melt banana aus tokyo: unvergleichliche show... brutal gut.

nicht mehr zu toppen: sirqus alfon. durchgeknallt. in allen facetten. sie spielen die schlimmsten elektrohits der 90er jahre live, choreographieren als avatare herum, bruellen, tanzen, heulen, strippen und mischen alles schlechte, was man unter dr. alban und dj bobo abgespeichert hat, zu dem unmoeglichsten aller sounds. sie upgraden sich selbst, pruegeln sich in zeitlupe um eine banane und sehen so scheiße aus, dass man um hilfe schreien will. und da laeuft auch schon macarena...

zu guter letzt: der rostocker christian kuizo und lorenz liebold fuehrten ihre elektrodyssee auf. unglaublich unbeschreiblich, was 2 muender, 5 gitarren, 1 bass und ein haufen elektronik anstellen koennen. und das ist fusion!

au mann. und dann so viele leute wiedergetroffen. und die ganzen eindruecke... und die maedchen!

i let you off... wirklich, den satz muss ich mir mal auf die stirn taetowieren!

ich sah in der bibliothek ein maedel mit einem arm - und fand es faszinierend. ihre wirklichkeit, alles mit links zu tun. und kein bisschen behindert zu wirken. huebsch war sie und ich hab mich fast ein bisschen verliebt. exotic = erotic. und die frage, wie das persoenliche gluecksempfinden zustandekommt, wenn scheints gesunde leute ausm fenster springen, waehrend ein einarmiges maedchen brav ihr, wahrscheinlich, psychologiestudium schmeißt und mit ihren freundinnen vor den schließfaechern quatscht, als waer nix weiter.

ueberfragte ruebe, die lernen sollte wie am spieß und nicht einsieht wieso, wenn die welt schon wieder so groß und bunt ist. hach. overquestioned again.

Donnerstag, 26. Juni 2008

here we go

ladys 'n' gents, damen und herren, mesdames et messieurs, senoras y senores,

the most beautiful love letter in the world, der schoenste liebesbrief der welt, le plus beau lettre d'amour du monde, la mas bonita carta de amor del mundo!

liebesbrief_aussenliebesbrief_innen

irgendwann spaeter erfuehr ich, dass die beiden wesen a) s und mich darstellen und b) messer und gabel. und dass das kunstwerk ueber eine stunde in anspruch genommen hat. wer mal sowas im briefkasten findet: was folgt wird alles andere als normal!

Mittwoch, 25. Juni 2008

Mein Meer

Ich habe heute morgen gedacht, ich möchte das Meer sehen. Ich fuhr los und behütete für Stunden die Vorfreude in mir. Wie ein Kind lief ich die letzten Meter zum Strand, Sandalen an der Hand baumelnd. Durch die Dünen lief ich und über den Hügel, hinter dem es sich auftat: mein Meer. Seit dem Morgen hatte ich es in mir getragen und keinen seiner türkisen Tropfen, kein Wölkchen Schaum verloren. Nun stürzte ich in seine Wellen, durchnässte den Rock und spürte, wie seine frechen Spritzer zwischen meine Schenkel tasteten. Der Schlüpfer klebte, als ich erschöpft aus den Fluten watete. Ich zog ihn aus und schnippte ihn mit dem großen Zeh in den Seetang, wo er sich zwischen das Strandgut rollte. Ich fiel in den Sand. Zog mir den Rock über das Gesicht und breitete die Arme aus. Reste des Meeres troffen aus dem Saum auf meine Lippen. Salziger Sand. Ich lächelte. Zog die Knie an meinen Körper und öffnete ihn zum Meer. Auch mein Geschlecht hatte Salz geleckt. Es brannte vor Durst. Ich strich seine Lippen auseinander bis an den sandigen Po. Es kitzelte und mir fielen unsere Kinderfotos ein, auf denen wir mit brauner Haut und bleichen Haaren Sandburgen bauten. Ich spürte die Wellen in mir, wenn ich die Lippen berührte. In der Tiefe entstand die Brandung und spülte den Schaum an Land, rollte aus auf dem weichen sandigen Hügel. Seetang und Muscheln und silbernes Holz. Ich erreichte die Kuppe am Eingang zum Meer. Setze mich zu den Möwen auf die Sandbank zwischen den Wassern; seicht und warm auf der einen, tief und zerwühlt auf der anderen Seite. Ich ließ den Schlamm durch die Finger gleiten und rieb ihn mir in das Haar. Feuchtigkeit erfüllte mich von der Stelle, wo ich saß. Das Meer glättete Steine und Muscheln. Ich tauchte hinein bis zu den Wirbeln, die seinen Boden heraufwühlten. In der Schwebe löste sich der Grund und trübte meine Sicht. Erblindet und matt schwenkten mich die Wellen der Meerestiefe: Vor und zurück, vor und zurück, wieder und wieder. Meine Finger glitten tiefer und tiefer. Der Wind frischte auf und trug Schaum auf die Wellen. Den spien sie wilder und wilder an Land, durchspülten den Seetang und ebbten zurück. Sie rauschten und brachen bald über den Strand, mein nasser Leib trieb auf ihnen dahin. Sie bäumten sich weiter und weiter und höher, es bebte die Tiefe und schäumten die Spitzen. Ich stöhnte, die Schaumkronen um mich verschmolzen, ich kam und mein Meer, es warf mich an Land.

ein kompliment an frau s.

sie ist toll. irgendwo zwischen lehrkoerper und nachdenklichem harmoniejunky, selbstbewusstem fraeulein, dass die maenner kirre macht und liebem kuschelmaedchen. ihren worten nach. die sind toll, die worte. sie bestechen durch unbestechlichkeit, ehrlichenthalber. frau s. koennte nicht luegen, ohne dass ihr magen den schmetterlingfuhrpark ausruecken laesst. vielleicht flunkern, aber selbst das...

frau s. denkt die dinge zu ende und wundert sich oefters. sie gibt sich nicht zufrieden mit zwischenmenschlichen halbherzigkeiten und schaut den anderen in die augen. wohl bewandert in der sprache ohne worte, springt sie foermlich an was aus den menschen zu ihr spricht. damit wird der alltag zum ritt auf dem immerstoerrischen gaul der zwischenmenschlichen interaktion. nervenaufreibend bis dahinaus, aber nie langweilig.

frau s. denkt bild und geschichtenhaft. frau s. ohne geschichten koennte einpacken. dass sie in den wohl groeßtenteils menschlich versteppten breiten des fraystaats ueberleben kann, spricht fuer die genuegsamkeit ihrer art und ihre faehigkeit, um sich ein kleines woelkchen lebensfreude zu kreieren, in der sie ueberdauern kann: manchmal ganz oben auf der roten liste, meistens zwischen den zeilen und immer auf zucker!

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