wir machen jetzt mal das jahr zu. viel ist passiert und vieles nicht. anderes widerum fiel den unguenstig verketteten gegenwaertigen umstaenden zum fraß vor und wieder anderes meiner laune. wenn man das alles zusammenruehrt und mit ein wenig nachsicht garniert, kann man ein leben daraus backen, von dem man ein weiteres jahr zehren kann.
das ist doch was. leute in meinem umfeld fangen an, vom altwerden zu sprechen, frauen zumeist, die ich noch als maedchen sehe. als waeren sie nicht alt geworden, als sie das altwerden noch nicht fuer erwaehnenswert hielten.
mit dem jahr hat das nicht viel zu tun, und waere die erde bissel weiter weg von der sonne, dann waeren wir alle viel juenger, und wuerden uns aufregen, dass der halbe planet vereist ist, und uns dringend die erderwaermung wuenschen. und das jahresende waere noch eine gute weile hin.
ich unterdessen messe mein alter in jeanshosen, die ich verschleiße. meine jetzige ist im schritt 5fach genaeht (zoo york), die haelt sich ganz tapfer.
ich meine, ich habe das ganze jahr keiner geringeren aufgabe gewidmet, als sex zu haben. das klingt erstmal banal, aber bei genauerer betrachtung hat das weitreichende konsequenzen, wenn man keine faulen kompromisse machen will. und selbst die wollen noch die richtigen sprueche hoeren.
fuer alle sensation-seeking sensation seekers hatte ich in den letzten 3 wochen 3mal sex, einmal mit 2 frauen und einmal mit einer und einmal mit einem mann. davor 1,5 jahre nicht. und ich kann nur sagen, wenn man den/diejenige(n) da nicht empfindet, ist das ein sehr begrenztes vergnuegen, das vor allem taugt, um anderen davon zu erzaehlen und sich gleichzeitig in ein wenig selbstsicheres licht zu ruecken, was hiermit geschehen sei. war aber trotzdem recht lustig.
hab ich erwaehnt, dass ich vor bald einem jahr ueber phaes blog gegoogelt bin, der mich nach bald 3woechiger innerer zerwuerfnis und vorsichtiger korrespondenz mit ihr dazu animiert hat, auch eins zu schreiben?
darueber hinaus hab ich vieles geschrieben, das kaum einer gelesen hat und hab mir an manchen tagen viel druck und trugbild und fremdbestimmung von den schultern genommen.
ich war viel allein unter menschen, bei denen man annehmen sollte, ich waere unter ihnen [gegenteil von allein]. ich hab eine wg mitgegruendet, in der ich nicht so richtig wohnen will, aber miete zahle. ich war kaum weg, aber auch selten hier.
ich habe an meiner erwartungsschatz herumgraviert, und doch keine erkennbaren muster herausschnitzen koennen. wer hat doch gleich gesagt, die figur sei schon drin, man muss sie nur herausstanzen?
mit mir selber hab ich mich oefter mal unterhalten und pflege diesen austausch auch weiterhin recht gern.
an vielen punkten hab ich schritte zu anderen leuten hin versucht, aber da liegt noch viel arbeit. diplomarbeit liegt da auch noch, und interessiert mich nen scheiß.
lieder hab ich ein paar geschrieben, die ich so leidlich spielen kann. gestern nacht kam wieder eins zu mir, klar auch, der kopf ist noch voll von kleingeldprinzessins klimpergeld. was die wohl von meinen noten haelt?
dummerweise ist mein einziger verwandter, der sie sich angehoert haette, just aus dem fenster gesprungen, als ich mich so sicher fuehlte, ihn damit mal zu besuchen. das fand ich nicht sehr klug von ihm, also hab ich ein lied drueber geschrieben.
tjo. heute bin ich wieder allein, sonst wuerde ich nicht um die zeit hier uswusf. ich glaube, bis zu unserer evtl diesmal nur gemaeßigt entgleisten sylvesterparty mach ich mal eine weile ruebefreie zeit.
ruebefrei - 22. Dez, 23:21
"wer ist GROSS E PUNKT?"
"wie aech in meinem faehlbeachteten boch "die geraechtaechkeit des laehrars onter beroecksoechtigong dor hoeheroen lehrans-talten" ausgefoehrt habe..."
se solln nich denken... - entschuldigung, ich werds mir abgewoehnen, aber ich dachte... - se denken ja immer noch... - ich dachte nur,... - se denken ja schon wieder...
s(h)etzen se saech... sae solln sich s(h)etzen...
sae ohnforschaemtor sch(h)oeler!
oder wies meine mutter just sagte: nu, so is der deutsche halt...
ruebefrei - 19. Dez, 21:45
ja im mittel ein gefuehlsmaeßig ausgeglichenes blog sein soll, noch was schoenes oben drauf: anderthalb tage hab ich mich in die laengst ueberfaellige aufgabe ergeben, mal ein lied von mir zu notenpapier zu bringen. das kriegt die
dota morgen von mir zu weihnachten. ich hoffe, sie freut sich ein bisschen darueber.
ruebefrei - 19. Dez, 14:28
zum wiederholten mal ist es mir gelungen, jemanden auszusorten, ueber dessen typ ich zuvor geschrieben habe. ich beginne zu ahnen, dass man sich den menschen sucht und findet, mit dem man sich vorher intensiv auseinandergedacht hat.
sie heißt v und reiht sich unter 4. nahtlos in die reihe meiner koerperlich-weiblichen bekanntschaften ein:
1. mild autodestruktiv math. hochbegabt massiv mutterkonflikt geschaedigt
2. mutter gelegenheitspornoes, bongrauchend gegen die heulkraempfe
3. ex massiv autodestruktiv muttersuizid uebertrieben hochbegabt runaway
4. mutterkonflikt verschleppt bindungsangst sicherheitssucht, hochbegabt
erwaehnen moechte ich, dass ich keine dieser beziehungen bravo style forciert habe, sondern in alle so carelessly reingeschlittert bin an tagen, an denen ich mein geistiges zaumzeug etwas lockerer hielt.
allen vieren war gemein, dass sie die ursachen ihrer probleme bei anderen suchten und fanden und schonmal einen unzuechtigen blick in die abgruende der menschlichen seele getan hatten. irgendwie wundere ich mich schon gar nicht mehr darueber. sehr interessant finde ich aber, wie die beziehung zu eltern sich auf die partnerschaften niederschlaegt. in der hinsicht bin ich auf jeden fall auch ein gebranntes kind.
v hat jedenfalls viel zusehr mit sich selbst zu hadern, als dass sie mehr aufmerksamkeit fuer mich aufbraechte als fuer einen zeitvertreib, dem man keine rechenschaft schuldet.
vielleicht sollte ich mir mal ernsthaft ueberlegen, was mich an dieser zielgruppe so sehr reizt und was sie ueber meine beduerfnisse aussagt...
zu 4. hatte ich jedenfalls schon im oktober alles aufgeschrieben, und ich wundere mich nicht, ihrem stereotyp nun in realer auspraegung gegenueberzustehen:
...verhaltener Luxus einer Frau, die das Mädchenhafte noch nicht abgelegt hatte und den gefühlten Zenit ihrer Reife hinausschwindelte, solange es eben ging.
„Wie alt schätzt du mich?“, hatte sie mir noch auf der Hochzeit die Daumenschrauben der komplimentativen Verlegenheit angelegt, denen ich entwichen war, indem ich die untere Grenze des Vertrauensintervalls benannt hatte.
...sie flüsterte versöhnlich, gestattete sich das erfolgsverwöhnte Lächeln eines Mädchens, das sich zu Zeiten vorteilhaft an den Mann gebracht hatte und von der Gewissheit zehrte, seinen Spaß gehabt zu haben; Nun bewegte sich ihre Verspieltheit in abgesteckten Rahmen und suchte darin nach der Beziehung mit dem gewissen Etwas. Nicht, dass ich etwas besonderes zu bieten hatte oder bieten wollte; Vielmehr gönnte sie sich mit mir einen Aufschub in der Lebenspartnerfrage, ich entband sie einstweilig von der Beitragspflicht in die Gesellschaftskasse, die aus Alter, Status und Schönheit einen Zeitwert errechnet, gegen den man Zweisamkeit erwirbt.
...gestern war ihr Übermut noch einmal mit ihr durchgegangen, verzeihbar, da zunehmend ruhigere Klänge ihr Leben bestimmten. Als Ergebnis dieser Ausschweifung saß ich neben ihr im Bett und las über Sozialprojekte in Asien: „Alles gut!“
...Wir schlossen uns in die Arme und verzichteten auf alles zeremonielle, es hätte auch niemanden interessiert. Stattdessen nannte sie mich kleiner Bruder und ich kitzelte sie, bis wir prustend in die Kissen sanken.
...wir kannten beide die Untiefen der Beziehungsführung, wussten wo die Riffe der Zwietracht lauerten und wie man den Wogen des Streits begegnen musste, damit sie uns nicht gegen die Klippen der Selbstsucht warfen. Spielerisch umschifften wir auch diesen Sturm, triebeben auf den Schaumkämmen seiner wütenden Wogen und strandeten bald unversehrt in den seichten Gewässern der fleischlichen Liebe.
ruebefrei - 19. Dez, 14:17
ich habe gerade meine allerletzte pruefung absolviert, und eine 2,7 kassiert. das entspricht schon meinem wissensstand, beleidigt auf der anderen seite meine faehigkeiten. die werden eben nur in angewandter form bewertet.
ich habe mir stress weitgehend abgewoehnt und kann mich so auch nur verhalten aergern. also vielmehr so baseline muffellaune vor mich hinmuffeln, das, was die meisten um diese jahreszeit auch ohne pruefung tun.
mal ehrlich interessiert mich die note ja noch nichtmal, wenn ich mich nicht bis zum naechsten abschluss damit vergleichen gehen muesste.
rechnen wir mal.
psycho 1,7
NF 2,3
HF 2,7
_________
angenommen, ich bekaeme eine 1,3 in der diplomarbeit, waere das (1,7*1/9+2,3*1/9+2,7*1/9+1,3*2/3) = 1,6.
aber schoen sieht das nicht aus, sone hauptfachpruefung mit 2,7. eher symptomatisch fuer mein momentanes interesse und engagement und alles sowas, das man in den hochschul bonding wirtschaftsmagazinen mit den grinse strickmuetzenpony studenten models vorne drauf nachlesen kann.
ruebefrei - 11. Dez, 12:30
mit 10 jahren, glaube ich, traf ich sie zum ersten mal. sie war sanft und sehnig und zog an faeden in mir, die dinge bewegten, die ich bis zu diesem tag nicht eindeutig benennen kann.
die kunst des negativen denkens, nehme ich an.
mein meister, mein guru, mein tragischer held: er schickte mir seine stimme auf einer ueberspielten kassette durch das radio, das wir von den 400 mark begrueßungsgeld erstanden hatten.
ich spuerte, dass da ein geheimnis in der welt war, welches außerhalb meiner ueberbehueteten kindheit sein unwesen trieb. es lockte mich mit wildheit und einer abenteuerromantik, die mich ausgebrannt hat, als ich begann, nach ihr zu suchen.
eine freundliche leere umsaeuselt dieses geheimnis, die niemanden einlaesst zu mir, die augen zu schlitzen, die lippen gespannt.
tagelang saugte ich sie auf, diese stimme, bis ich ihren tonus in mir trug. sie sang von sucht, gewalt, flucht, verlaufen, von vorn beginnen, scheitern. sie scheiterte von erfolg zu erfolg:
achterbahn liebeslied wort zum sonntag niemals einer meinung boeser wolf
er denkt, sie denkt unsterblich der mond, der kuehlschrank und ich alles was war
die stimme ist wieder da, und sie sagt nichts neues. nichts versoehnliches. nichts nettes. keine neuen botschaften, keine neuen harmonien. aber schnell, aggressiv und am anschlag, wie eh und je. dabei hatte ich sie schon totgesagt. nun tragen sie wieder, die kuddelsoli und zweiten stimmen.
manche lieder klingen, als wollten sie sich auch die unbeugsamen onkelz hoerer unterwerfen. andere gießen melancholie in phrasen von zuviel ewigkeit. man leistet sich bei aller rebellion gern einen wehmuetigen blick zurueck und spricht von liebe gar ohne den hauseigenen zynismus.
zweimal fand die stimme den weg in die stille: das war, als ihr
vater und
mutter starben. da war ich ehrlich schockiert, wie tief diese lieder sich eingruben.
die stimme hat sich wieder ausgegraben und traegt ihren geschundenen glauben über die großen buehnen, wo die worte hinter licht und laerm nicht so sehr ins gewicht fallen. vielleicht finde ich noch eine eintrittskarte dafuer, puenktlich zum
fest der liebe.
ruebefrei - 6. Dez, 16:15
ruebefrei - 5. Dez, 14:59
stahlgewittergrau
ruebefrei - 4. Dez, 17:55
einmal klopfte die gewalt an herr keuners tuer. sie befahl, eingelassen zu werden und drohte: "wirst du mir dienen?" herr keuner erschauderte, fasste sich jedoch, bezog das bett und deckte den tisch. sieben lange jahre las er der gewalt jeden wunsch von den lippen ab, so dass sie nicth den leisesten grund zur klage hatte. seine wuensche aber stellte er hinter die der gewalt zurueck. eines tages starb die gewalt. herr keuner trug ihre ueberreste hinaus in den garten und vergrub sie unter dem kirschbaum. wie er die letzte erde auf die grube geschippt hatte und sich die schmutzigen haende rieb, entfuhr ihm ein befreiendes "nein", wonach er in das haus zurueckkehrte, ohne sich umzusehen. (nach b. brecht)
im mai habe ich getraeumt, dass mein vater stirbt. ich schaeme mich nicht zu sagen, dass es ein schoener traum war.
ich habe gerade gelesen, dass frau muehe kuerzlich beide eltern verloren hat (ihr vater war der oscar stasi fuzzi in das leben der anderen). ich frage mich gerade, ob sie nun trauert oder nicht viel freier ihrer arbeit nachgehen kann.
man soll niemandem den tod wuenschen. wie man sowieso niemandem wuenschen soll, was man sich selbst nicht wuenscht. es gibt da wohl so erahnbare mechanismen, die das, was man an dem verhassten ausmerzen will, durch den hass in sich selbst installiert.
gewalt, zum beispiel.
dennoch gehoere ich selten zu jenen auserwaehlten, die ueber ihren schatten springen koennen. ich muss weiterueben.
ruebefrei - 4. Dez, 17:24
haben wir den schlimmsten monat hinter uns. ich fand ihn nicht anders als die anderen, gut, grau und verregnet, geht man eben schwimmen und trinkt tee. von wegen jahreszeitlich bedingte verstimmungen. man redet zuviel, und sich zuviel ein.
novemberkind kehrt seinen dreck in die ritzen zwischen hop oder flop, an oder abgesagt, selbstlos oder opportun. novemberkind draengt dumpf auf die wahrheit und setzt seine unterlippe sinnlicher in szene, als irgendwer sonst das koennte.
yuri schweigt. er hat seine liebe verkauft fuer ein leben, das ohne diese liebe leblos ist.
ueber allem das land, malchow, konstanz, die welt. deutsche tristesse, und nur der transit pulsiert gleichmaeßig, bis in das feinste kapillarengeflecht.
"transitshit", kommt es mir unwillkuerlich ueber die lippen, wenn ich wieder an der leitplanke stehe, in meinem magen grummelt aufbruchstimmung und ein laecheln erfuellt mein gesicht, das unter den augen abschneidet, so als truege ich kilometerweit grenzbrache in mir.
die wagen mit ihren fernen zielen, das sind verlaessliche freunde, sie teilen den weg fuer eine strecke und stellen keine tieferen fragen.
der professor luegt so schlecht wie er spielt, und waere es nicht um seine beruhigende stimme, sein mittvierziger maskenbildner ziselierter wollmantelcharme waere tilgbar, ohne den film im mindesten zu schwaechen. doch einer muss auch die luege spielen.
alexander hat sich verrechnet: das verschmutzt und zerknitterte seidenband riss nicht unter dem neuen lack. vielmehr legte es sich zur schlinge in all der verwirrung, unbemerkt.
nun ist es dezember. das wasser friert in dem freibad und der alte wachturm des bademeisters starrt leer in die binsen. wer jetzt hier badet, vergisst fuer einen kurzen moment den winter unter seiner weißen haut und spuert eine nie gekannte hitze in sich aufsteigen.
novemberkind weiß das. sie hat mehr gesehen, als ein sensationssuechtiges publikum hinter den identitaetsbildenden schlagbaeumen vermuten kann.
und weiterhin setzen sie zaeune, novemberkind stirbt nicht aus.
ruebefrei - 3. Dez, 16:11
Aufschreiben, was aufgeschrieben werden muss, denn aufgeschrieben muss es werden, wo kämen wir da hin, wenn man nicht aufschriebe, was aufgeschrieben werden muss, das wäre inkonsequent und in einem Maße ungehörig, dass es dem Fass die Schuhe auszöge, käme dieses nicht barfuß des Wegs.
Dinge geschehen und scheren sich gemeinhin nicht darum, wie wir sie wahrnehmen, bezeichnen und dokumentieren. Sie sehen sich wahrscheinlich nicht einmal als Dinge, weil ihnen doch der nötige Apparat zur Selbstreflektion fehlt. Lucky them. Und sie wissen nichts von ihrem Glück.
Wir aber wissen sehr wohl oder geben vor oder bilden uns ein, jedenfalls wissen wir eigentlich, wie es geht mit dem Glück, auch wenn das Verkettung ungünstiger Umstände geschuldeten Umständen meistens schief – na ja - geht, das ist ja nicht unserer Schuld, und, so habet zum Zeichen, schätzt eine präzise Fehlerrechnung den Vertrauensbereich des Milchmädchens auf Mitte dreißig.
Jedenfalls wissen wir. Und das muss man aufschreiben, denn Wissen, das nicht herniedergeschrieben, wem nützt, der nicht sprechen, versteht, aber niemanden einlässt in die Schatzkammer seines umsichtigen Geistes, der unter dem Gerümpelhaufen leise fluchend seine Wunderlampe nicht findet und deshalb unter akutem Schlafmangel leidet?
Mir nicht. Auf allen Märkten tanzte ich den Flohwalzer und trat doch nur in matterndes Messing. „Zu Füßen!“, schnauzte der Pöbel und langte nach den neunundneunzig Cent, die die Welt bedeutet hätten, hätte jener Depp sie erstanden, als sie, in weichen Tüll gewickelt, vor ihm in die Auslage schneuzte und ihre keusche Pracht auf das letztnovemberliche Pflaster reifte. Er jedoch vergriff sich und trug das Service nach Hause, pflanzte es ein am heimischen Herd und harrte der Röslein, die da dorrten.
Spät am Abend sprachen die Götter. Und sendeten sie vom Himmel, der für sein Entgegenkommen den Dank des Erdenkreises zu frischer Butter verrührte, eine Zahl. Scharten um sie eine Menge und schnitten sie mit dem Kern seines Bildes in dem Raum, den ihre Güte geradeso aufspannte, wie sie es für richtig hielt.
Der Raum hielt. Nicht an Versprechen dachte er dabei, sondern fügte sich still seiner Statik. Denn was holzgewordener Rippchen an seinem provisorischen Firmament prangte, säuselte sanft zu dem Brodem vergangener Kinder und ließ denjenigen einen guten Mann sein, der das wollte.
Ich wollte nicht einmal die gute Miene zum Mann, und doch reichte man mir das Testikel. Ich nahm hin und denn dachte, ich könnte das händeln. Die Verhandlung scheiterte mit meiner Hinnahme alles angedachten, und so werde ich meine Tage wieder auf den Markt tragen, auf dass die spitzen Zungen ihren Zeitwert geringschätzen.
Schon lechzen die neuen nach urbarer Sitte und sammeln beständig das Wort. Ward es Fleisch oder Fisch oder Weib und Gesang, die verbliebenen schrieben mit wütenden Fingern und wussten zum Ende nur eins : null.
ruebefrei - 1. Dez, 15:25